Thaton – Chai Prakan

Heute war ein ereignisreicher Tag. Zwar gab es auf der 3023 einige recht deprimierende Abschnitte, mit sehr heruntergekommenen Häusern und viel Müll. Hier muss man aber sagen, dass uns nicht klar war, ob diese Häuser noch bewohnt werden. 

Erstens gaben wir heute Morgen ein Päckli auf. Heimgeschickt werden die Regenjacken, die dünnen Schlafsäcke, die Isomatten und ein paar Souvenirs. Schlafsäcke und Isomatten hätten wir nur gebraucht, wenn wir in einem Tempel untergekommen wären. Bei Stefanies Abneigung gegenüber Tierchen ist das aber keine Option mehr. Und die Souvenirs müssen wir ja nicht durch ganz Thailand fahren. Wir konnten halt nicht widerstehen.


Zweitens sind mir heute einige der für hier typischen Fahrzeuge vor die Linse gekommen.

Zum Beispiel Roller mit Seitenwagen. Da gibt es Kühltruhen mit Glace als Seitenwagen, ganze Garküchen oder reine Transportboxen. 


Dann gibt es hier viele Pickups. Manche haben auf der Ladefläche einen Gitterkorb installiert. Der ist sehr praktisch, wenn man viele Leute oder zum Beispiel viel Mais transportieren will. 


Songthaews (oder so) sind eine Art Busse. Wo und wann sie anhalten, ist vielleicht nicht einmal den Einheimischen ganz klar. Sie verfügen über drei Reihen Bänke (entlang der Fahrrichtung) und die Tür hinten ist immer offen. 


Entlang der 3023 gibt es immer wieder eine Art Landis. Paletten mit Düngersäcken, Kanister mit was-weiss-ich, Gartengeräte und Werbung mit Sauen und einer Menge Ferkel drauf.

Ebenfalls haben wir heute ein paar Zebus gesehen.


Ausserdem wurde an der Strasse gebaut. Ach ja, und dann regnete es. Ein paar Mal suchten wir Unterschlupf, dann fuhren wir einfach. Dank des Regens war es heute nicht so heiss.


Ausserdem  gab es heute zwei im Prinzip gesperrte Brücken. Die erste überquerten wir, indem wir bei den Velos rechts die Taschen abmontierten. Über die zweite wurden wir von zwei Arbeiterinnen lachend hinübergewinkt. Die Einheimischen auf den Rollern entschieden sich für die Alternative: einen wacklig aussehenden Steg.


Keine Bilder gibt es leider von der Schule, bei der ich gefragt hatte, ob ich die Toilette benutzen dürfe. Die Lehrerin grinste und winkte mich herein. Dreissig kleine Kinder verneigten sich und sagten Sawadee. Auf die „LehrerInnen-Toilette“ ging es entlang einer Reihe von ca. fünf Kindertoiletten. Fünf kleine WC-Schüsseln, nur mit einer ca. 1m hohen Wand voneinander getrennt, kleine Eimer mit kleinen Kellen (zum Spülen). 

Glücklicherweise hat sich Stefanie bereit erklärt, morgen die Strecke nach Phrao zu fahren. Sie hat grossen Respekt vor Bergetappen. Mit Schimpfen und Pausen geht es aber dann doch. Ein bisschen überzeugt hat sie heute die gut 10 Kilometer auf der 107 – so eine Scheiss-Strasse. 

Heute haben wir das perfekte Zimmer – zumindest was das Moskitonetz angeht. Im Winkel zwischen Decke und Wand geht eine Holzleiste rundherum ums Zimmer – perfekt zum Hineinschrauben der Haken. 

Katharina

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