Ankommen in Chiang Rai

Trauerflor in Bangkok

– schwarz-weisse Girlanden über dem Geldwechsel-Schalter 

-schwarz-weisses Foto von König und Königin mit schwarzem Rand an der Kasse

– Trauerbinden und -schleifen an den Uniformen des Kabinen- und Bodenpersonals

– in Chiang Rai: grosse Bilder (teilweise ca. 5m x 3m des Königs), schwarze Girlanden über Geschäften und öffentlichen Gebäuden

In Chiang Rai werden wir nur durch die Passkontrolle gewedelt, dann kommt schon unser Gepäck, die Velos voran. Nur wenige Gepäckstücke sind international, wie unsere und so warten nur eine Handvoll Leute. Alles muss noch gescannt werden, der Beamte leuchtet mit der Taschenlampe in die Grifflöcher der Velokartons und klopft mit der flachen Hand auf die Seiten, Stefanie bedeutet ihm, er dürfe gerne die Kartons aufschneiden, als ihm die Kollegin ein Japanmesser bringt, aber möglichst entlang der Kanten, it’s okay, sagt er dann und wedelt uns weiter. Ein Sicherheitsbeamter scheucht die Menschen vom Eingang weg, damit wir quer hindurch passen, 1m60 sind die Kartons breit. Draussen warm. Sonne. Es blendet.
Wie kommen wir zu einem Taxi, frage ich den Sicherheitsbeamten, weil die Autos alle verwaist sind. Er deutet auf eine Gruppe von Männern, von denen einer in ein Funkgerät spricht und dazu auf einem Klemmbrett Notizen macht. Taxi, fragt er mich. Ich zeige ihm die Adresse und zeige auf die beiden grossen Kisten. Die Männer lachen, ich grinse, Stefanie grinst. Sie diskutieren eine Weile, klopfen mit der Hand immer wieder auf die Kartons, schliesslich weist der Mann mit dem Funkgerät auf einen grösseren Kombi und sagt, 250 Baht. Ich schlage sofort ein, wir kriegen die Velos und das Gepäck unter und fahren los. Stefanie liegt hinten neben den Velos.

Was auf der Fahrt ins Hotel auffällt:
– Linksverkehr

– Trauerflor

– Bündel von Kabeln hängen von Mast zu Mast

– ein Velo und diverse Mofas, viele fahren ohne Helm

Die Unterkunft ist farbenfroh, die Besitzerin ist frölich und spricht einigermassen Englisch. Ein hübsches Zimmer. Leider wohnen wir nicht nur zu zweit darin, sondern auch noch Gekko Freddie. Stefanie ist mässig begeistert. Ich frage die Zimmerfrau, wie es mit dem Gekko sei, sie redet Thai, lacht, sagt immer wieder, nevermind, nevermind, not dangerous (oder so ähnlich). Also richten wir uns mit Gekko Freddie ein. Abends spannen wir das Moskitonetz auf.


Auf dem Vorplatz schrauben wir an unseren Velos. Thais fahren auf Mofas vorbei und schauen, wir lauschen den noch unbekannten Geräuschen, im Garten nebendran raschelt es, ein Vogel mit einer Zeichnung wie ein Adler, Gekkos an der Wand mit dem Schriftzug des Guesthouse. Bei den Lauten können wir nicht immer zuordnen, ob es Tiere sind oder ob es Thai ist. Plötzlich fährt ein Mann in unserem Alter auf einem Mountainbike heran, auf Zürideutsch fragt er, wohin es denn gehen solle. Wir plaudern und es kann uns noch den einen oder anderen Tipp geben. 


Und dann sitzen wir auf dem Nightmarket in einem Restaurant, die Bäume tragen Lichterketten, über uns spannt sich ein dunkelnder blauer Himmel, Giebel aus geschnittenem Blech ragen über einem Gebäude auf, die Bäume tragen orangenfrabene und rote Blüten, die Luft ist warm. Das Fleisch ist sehr gut gewürzt, wenn auch recht scharf, das Bier ist kalt, und wir denken, so haben wir uns das vorgestellt. 


Auf dem Heimweg  sehen wir ein „Cats and Coffee“, wie es der Name sagt, gibt es da Katzen und Kaffee. Mindestens acht Tiere streichen in dem Raum herum, der mit niedrigen Tischen und Stühlen möbliert ist. Es gibt sogar eine Bank, die ist „only for cats“.

Katharina

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